The Summit
Ein Think Tank für die Kultur von morgen
Freitag, 24. Juli – Sonntag, 26. Juli 2026 | Grand Chalet Balthus, Rossinière
Mit Unterstützung von Pro Scientia et Arte
In Partnerschaft mit Forbes Swiss
Unter der Schirmherrschaft der Association L’Atelier de Balthus
Überblick
The Summit bringt führende Persönlichkeiten aus Musik, Kulturmanagement, Medien, Technologie, Wirtschaft und Kunst zusammen, um die drängendsten Fragen zu diskutieren, mit denen Kulturinstitutionen und die klassische Musik im 21. Jahrhundert konfrontiert sind. In Keynotes, Interviews und Podiumsdiskussionen wird erörtert, wie Kultur in einer sich rasant wandelnden Welt relevant, nachhaltig und wirkungsvoll bleiben kann. Sessions finden auf Englisch, Deutsch und Französisch statt.
Referentinnen, Referenten & Podiumsgäste
Dr. Patricia Ernst, Partnerin und Notarin, Morrison & Foerster LLP
Jakub Fiebig, Gründer und CEO, Orfeon
Peter Gartiser, Gründer und Partner, METRUM Management Consulting, München
Paweł Jabłoński, CTO, Orfeon
Setsuko Klossowska de Rola, UNESCO Artist for Peace und Präsidentin der Association L’Atelier de Balthus
Marco Malagodi, Professor für Musikwissenschaft, Universität Pavia; Wissenschaftlicher Direktor des Arvedi-Labors, Cremona
Marie Babette Nierenz, Intendantin, Philharmonie Essen
Germinal Roaux, Fotograf, Drehbuchautor und Filmregisseur
Faouzi Skali, Anthropologe, Autor sowie Gründer des Fez Festival of World Sacred Music und des Fez Festival of Sufi Culture
Ilona Schmiel, Intendantin, Tonhalle-Orchester Zürich und Tonhalle Zürich
Matthias Schulz, Intendant, Opernhaus Zürich
Dr. Clemens Trautmann, Präsident, Deutsche Grammophon
Moderation
Daniel Hope, Intendant, Menuhin Festival Gstaad
Klaus Fiala, Chefredaktor, Forbes Swiss
Jessica Lustig, Managing Director, 21C Media Group
Antonin Scherrer, Musikhistoriker und Dramaturg, Menuhin Festival Gstaad
Die Idee zu The Summit ist für mich eng mit Yehudi Menuhin verbunden. In vielen Gesprächen hat er mich ermutigt, Musik nicht nur als Kunstform zu verstehen, sondern als Verantwortung. The Summit ist mein Versuch, diesem Gedanken heute einen Raum zu geben – einen Ort, an dem Künstler, Entscheider und die nächste Generation gemeinsam darüber nachdenken, wie Kultur Zukunft gestalten kann.
— Daniel Hope
Session I
Freitag, 24. Juli 2026 | 09.00–13.00 Uhr
Moderation: Daniel Hope
Wer führt die Kultur in die Zukunft? Leadership, Governance und die nächste Generation
Kulturinstitutionen stehen unter wachsendem Erwartungsdruck, müssen sich auf veränderte Publikumsbedürfnisse einstellen und gleichzeitig zunehmenden finanziellen Herausforderungen begegnen. Welche Form von Führung braucht es künftig? Und wie können etablierte Institutionen relevant bleiben und zugleich Raum für die nächste Generation kultureller Führungspersönlichkeiten schaffen?
Programm
09.00–10.00: Arrival & Coffee
10.00–10.30: Eröffnungsgespräch - Daniel Hope im Gespräch mit Setsuko Klossowska de Rola
10.30–11.00: Keynote – Ilona Schmiel
11.00–11.30: Keynote – Matthias Schulz
11.30–11.50: Pause
11.50–13.00: Podiumsdiskussion
Session II
Freitag, 24. Juli 2026 | 13.00–17.30 Uhr
Moderation: Klaus Fiala
Zwischen Überleben und (R)evolution: Digitale Transformation & Künstliche Intelligenz in der Kultur
Künstliche Intelligenz und digitale Technologien verändern sämtliche Bereiche kultureller Produktion, Kommunikation und Publikumsentwicklung. Wie können Kulturinstitutionen Innovationen nutzen und gleichzeitig künstlerische Exzellenz, Authentizität und menschliche Nähe bewahren?
Kulturdiplomatie: Kann Kultur erreichen, was Politik nicht vermag?
Kultur unterhält nicht nur – sie bewahrt Wissen, stiftet Identität und baut Brücken über Grenzen und Generationen hinweg.
Programm:
13.00–14.00: Arrival & Coffee
14.00–14.50: Keynote – Jakub Fiebig & Paweł Jabłoński
14.50–15.20: Keynote – Dr. Clemens Trautmann
15.20–15.50: Keynote – Dr. Patricia Ernst
15.50–16.10: Pause
16.10–16.40: Keynote – Germinal Roaux
16.40–17.30: Podiumsdiskussion
SESSION III
Samstag, 25. Juli 2026 | 12.30–17.30 Uhr
Moderation: Klaus Fiala
Kultur und ihr wirtschaftlicher Wert: Warum Kunst zählt – und wie wir über ihren Wert sprechen
Angesichts knapper werdender öffentlicher Mittel entwickeln Kulturinstitutionen neue Modelle der Finanzierung, Partnerschaft und Wertschöpfung. Wie lassen sich künstlerische Exzellenz, wirtschaftliche Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Relevanz miteinander verbinden?
Kulturdiplomatie: Kann Kultur erreichen, was Politik nicht vermag?
Kultur unterhält nicht nur – sie bewahrt Wissen, stiftet Identität und baut Brücken über Grenzen und Generationen hinweg.
Programm:
12.30–13.00: Arrival & Coffee
13.00–13.10: Begrüssung – Klaus Fiala
13.10–13.40: Keynote – Peter Gartiser
13.40–14.10: Keynote – Marie Babette Nierenz
14.10–14.30: Gespräch – Setsuko Klossowska de Rola & Germinal Roaux
14.30–15.00: Pause
15.00–16.00: Konzert der Menuhin Festival String Academy
16.00–16.20: Pause
16.20–17.30: Podiumsdiskussion
SESSION IV
Sonntag, 26. Juli 2026 | 13.30–17.30 Uhr
Moderation: Jessica Lustig & Antonin Scherrer
Kulturdiplomatie: Kann Kultur erreichen, was Politik nicht vermag?
Kultur unterhält nicht nur – sie bewahrt Wissen, stiftet Identität und baut Brücken über Grenzen und Generationen hinweg.
Kann Kultur die Welt retten?
Kultur wird die Welt vermutlich nicht allein retten. Sie bewahrt jedoch im Menschen die Fähigkeit, den anderen als Mitmenschen zu erkennen. Sie ist jenes lebendige Gedächtnis, in dem Zivilisationen lernen, einander zu begegnen, ohne sich selbst aufzugeben, und Unterschiede in Chancen statt in Bedrohungen zu verwandeln. Indem sie Schönheit, Sinn und Weisheit pflegt, eröffnet Kultur einen Weg zum Frieden – denn die wahren Siege werden niemals über Menschen errungen, sondern über Unwissenheit, Angst und das Vergessen unserer gemeinsamen Würde.
Kulturelles Erbe: Historische Violinen als Beispiel
Vom jahrhundertealten Geigenbau bis zur Rolle von Wissenschaft und Technologie im Erhalt unseres kulturellen Erbes: Wie bleiben künstlerische Traditionen auch in einer sich wandelnden Welt lebendig und relevant?
Programm:
13.30–14.00: Arrival & Coffee
14.00–14.50: Keynote – Jessica Lustig
14.50–15.20: Keynote – Faouzi Skali
15.20–15.40: Pause
15.40–16.30: Keynote – Marco Malagodi
16.30–17.30: Podiumsdiskussion
Setsuko, Balthus und das Grand Chalet von Rossinière
Mitte des 18. Jahrhunderts liess der findige Käser Jean David Henchoz ein aussergewöhnliches Haus errichten – ursprünglich gedacht, um seine beeindruckende Käseproduktion zu lagern: bis zu 600 Laibe, die er auf den Märkten von Vevey und Lyon verkaufte.
Was damals als «Grande Maison» begann, ist heute eines der eindrucksvollsten Holzhäuser des gesamten Alpenbogens: 113 Fenster, 60 Räume – davon 40 bewohnbar – und ein monumentales Schindeldach, das sich wie eine schützende Krone über das Anwesen legt.
1852 wurde das Haus in eine Pension umgewandelt und erhielt seinen klangvollen Namen: Grand Chalet. Schon bald logierten hier illustre Gäste wie Victor Hugo oder Léon Gambetta.
Ein neues Kapitel begann 1976, als der polnischstämmige Maler Balthus das Anwesen erwarb. Ein Jahr später zog er mit seiner Frau, der japanischen Malerin und Keramikerin Setsuko Klossowska de Rola, sowie ihrer Tochter Harumi ein, die später selbst künstlerische Wege einschlug.
Das Grand Chalet entwickelte sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Kunst- und Kulturszene. Persönlichkeiten wie der legendäre Geiger Yehudi Menuhin gingen hier ein und aus. Besonders unvergessen bleibt die Begegnung zwischen Balthus und Menuhin am Rande des Festivals 1993 in Rossinière – ein inspirierender Austausch zweier grosser Geister ihrer Zeit.
Heute bewahrt die Stiftung «L’Atelier de Balthus» das künstlerische Erbe des Meisters. Eine Kapelle im Herzen von Rossinière sowie das Atelier selbst stehen Besucherinnen und Besuchern offen.
